Adventsschaukel

Neuheit „Adventsschaukel“

Flöha/Gahlenz. Betrachtet man in der Adventszeit die zig Geschäfte mit erzgebirgischer Holzkunst, staunt man schon, dass es den Firmen immer wieder gelingt, mit neuen Kreationen den Markt zu beleben. Zu den Impulsgebern dieser Tatsache gehört bekanntlich gerade der im Jahre 1995 ins Leben gerufene Design-Wettbewerb „Tradition und Form“. Dieser Oscar der erzgebirgischen Holzkunst entstand damals in einer konzertierten Aktion des Verbandes Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V. (VEKS), des Landratsamtes in Marienberg sowie der Sparkasse Mittleres Erzgebirge. Im Laufe der Jahre entstanden so ganz wunderbare Objekte und Objektgruppen – denn namhafte Künstler bzw. Firmen aus dem gesamten Erzgebirge fühlten und fühlen sich hier natürlich bei der Ehre gepackt. Um noch mehr Ideen herauszukitzeln, initierte im Jahre 2010 der VEKS gemeinsam mit der Volkskunstschule Oederan das Projekt „Ab.Gedreht.“ Künstler aus ganz Deutschland wurden um ihre Sichtweisen auf die Volkskunst im Erzgebirge gebeten. Rohmaterial bzw. Rohlinge stellten die Firmen des Verbandes zur Verfügung. Die eingereichten Arbeiten bildeten eine Ausstellung, die ein Jahr lang deutschlandweit (z.B. auch in Freiberg und Olbernhau) mit schöner Resonanz präsentiert wurde. Zu den Ab.Gedreht.-Exponaten zählte auch das Novum einer „Adventsschaukel“ der Chemnitzer Künstlerin Mica Kempe. Das Ganze erinnert stark an das Olbernhauer Reiterlein, doch diesmal sitzt hier kein Nussknacker, sondern ein halbierter Bergmann bzw. halbierter Engel drauf. Immerhin, die Erzgebirgische Holzkunst Gahlenz GmbH stellt das Lindenholz-Exponat mit den Maximalmaßen 60 cm Breite und 40 cm Höhe nun in kleiner Serie her. Am 14. Dezember wurde die Weltneuheit in der Villa Gückelsberg vorgestellt und diskutiert. Die bekannte Designerin Sylva-Michéle Sternkopf interpretierte das Novum so: „Engel und Bergmann im Zwiegespräch – doch diesmal nicht traditionell als stehende Lichterhalter, sondern auf einer Schaukel sitzend! Ihre vier Lichter haben sie zwischen sich zu einer Reihe aufgestellt – fast wie auf einer Kaffeetafel. Farblich ist das Ensemble durchweg in reinem, hoch glänzendem Weiß gehalten. Ein außergewöhnlicher Entwurf, der die erzgebirgische Tradition aus der Sicht einer Künstlerin in ein völlig neues Licht rückt.“ Mica Kempe meinte: „Da die Gesichtszüge fehlen, kann man sich die Stimmung dazu denken.“ Und Gundolf Berger, Gesellschafter der Erzgebirgischen Holzkunst Gahlenz GmbH machte in dem Zusammenhang auch auf neue Markterkenntnisse aufmerksam: „Der Trend geht inzwischen eher zu wenigen großen Figuren als zu vielen kleinen. ULB